Der Ausbildungsinhalt |
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| Kontakt
Im Zentrum des Seminars steht die Frage, wie wir dem behinderten Menschen als Ganzem begegnen können. Wie können wir ihn/sie akzeptieren, ohne Forderungen zu stellen? Wie stellen wir Kontakt her und entwickeln eine harmonische Beziehung? Wie sicher fühlen wir uns im Kontakt? Wann kommt es zu Kontaktunterbrechungen? Diese Themen werden verbal und nonverbal, körperlich, emotional und kognitiv bearbeitet. |
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Kreativität
Kommunikation ist auch Kreativität. Gerade in unserer Kommunikation mit Menschen mit Behinderung brauchen wir unsere Kreativität. Zunächst um neue anregende Situationen zu schaffen, aber auch um der vorhandenen Krativität des behinderten Menschen Raum zu verschaffen Dazu brauchen wir die Fähigkeit, flexibel auf die Bedürfnisse, Spiele und Verhaltensweisen des behinderten Menschen reagieren zu können. |
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Körpertherapie I
In siesem Seminar steht das Nachholen von Erfahrungsdefiziten und das Entwickeln eines harmonischen Bewegungsmusters im Vordergrund Wir versuchen große, fließende Bewegungen mit dem Körper auszuführen. Durch diese Bewegungen kann Entspannung und eine innere Ruhe entstehen, die den behinderten Menschen empfindsamer und offener für sich und seine Außenwelt machen kann. Wenn sich der Körper mehr öffnet, kann sich auch die Psyche mehr öffnen. Mit dieser Voraussetzung kann der/die Behinderte lernen, besser auszudrücken, was in ihm/ihr vor geht. Bewegungen drücken Gefühle aus und rufen sie hervor, sind Interaktion und Kontakt. |
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Identität
In diesem Seminar stehen die unterschiedlichen Erfahrungen der Gruppenteilnehmer/innen im Vordergrund. Was bewegt sie? Wie gehen sie mit ihren Gefühlen und Bedürfnissen um? Wie erleben sie sich selbst bei der Arbeit? Was ist Identität und wie entwickelt sie sich? Welche Bedingungen können das Gefühl der Ich-Stabilität stärken? Gemeinsam wollen wir versuchen auf diese Fragen unsere persönlichen Antworten zu finden. |
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Kommunikation
Einige Kontaktmöglichkeiten mit behinderten Menschen sind Sprache und Musik. Einiges unserer alltäglichen Sprache müssen wir verlernen und komprimieren, damit der/die Menschen mit Behinderung verstehen können, was wir vermitteln wollen. Auch seine/ihre eigene Sprache versuchen wir durch Atmung, Bewegung und Mundübungen zu entwickeln. Die Sprache ist bei vielen Menschen mit Behinderung eingeschränkt. Um so wichtiger ist die Stimulierung ihrer Hörfähigkeit und -sensibilität. Das andere Kontaktmittel in diesem Seminar ist die Musik, die Verbindung von Rhythmik, Melodie und Sprache. |
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Körpertherapie II
Die Techniken und Erfahrungen aus dem Seminar Körpertherapie I werden nun vertieft und verfeinert. Hinzu kommt der Aufbau neuer Fähigkeiten: Entwickeln von Kraft, Gleichgewicht, gehen, stehen und springen. Den nun gelernten Übungen wird anschließend ein diagnostisches Modell von C. Scharfetter zugrunde gelegt, dass das Verhalten in Beziehung zu seiner Identität betrachtet und veranschaulicht, wo es zu Störungen kommen kann und wie es therapeutisch verändert werden kann. |
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Aggression
Wie gehen wir mit Konflikten um? Welchen Einfluß haben nicht ausgetragene Konflikte auf den Körper und seine Bewegungsmuster? Wie können wir Blockaden und Hemmungen in diesem Bereich überwinden? Wie sorgen wir für unseren Körper und wie gehen wir mit Aggressivität um? Andererseits sollen Techniken vermittelt werden, die es dem/der Behinderten ermöglichen, Ärger, Wut und Aggression im kontrollierten Rahmen auszudrücken. |
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Eigene Grenzen, eigene Behinderung
Im allgemeinen Umgang mit behinderten Menschen steht die Behinderung häufig deutlicher im Vordergrund als die nicht-behinderten Anteile der Person. Dadurch machen wir uns die Beziehungsgestaltung zu ihnen oft schwer. Aber auch wir haben unsere Grenzen und Behinderungen. In diesem Seminar stehen die Teilnehmer/innen selbst im Mittelpunkt. Wie gehen wir mit unsreren eigenen Problemen um und wie übertragen und kompensieren wir diese im Kontakt mit den behinderten Menschen? |
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Körpertherapie III
Siehe Körpertherapie II |
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Versteck und Ausblick
Einige behinderte Menschen haben den Kontakt zur Außenwelt abgebrochen, sie leben in sich zurückgezogen und verstecken sich regelrecht. Mit unserer Therapie versuchen wir, ihnen Möglichkeiten zum Rückzug zu geben um dann mit neu gewonnener Sicherheit wieder empfindsam und neugierieg zu werden für ihre Umgebung. |
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Körpertherapie IV
Jeder Mensch hat ein Recht auf seine/ihre erotischen und sexuellen Gefühle und Bedürfnisse. Problematisch ist dabei die unterschiedliche Art und Weise, wie die MitarbeiterInnen darauf reagieren wie die Eltern zu diesem Thema stehen und was die Einrichtung als Philosophie vertritt. Wir wollen erreichen, dass der/die MitarbeiterIn das Gefühl bekommt, dass er/sie für dieses Thema nicht alleine zuständig ist. Thema in diesem Seminar ist zusätzlich: Inzest mit behinderten Menschen. Woran erkennt man ihn und was können die BetreuerInnen tun? |
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Autoaggression/Tod/Trauer
Autoaggressivität entsteht ebenso wie aggressives Verhalten durch Beschränkung des Lebensraums, Zerstörung der sozialen Struktur, durch Angst, Schmerz, Bedrohung, Langeweile und Machtlosigkeit. Am nachhaltigsten durch Mangel an Interesse von anderen, Mangel an Zuwendung, Wärme und Liebe. Das autoaggressive Bewegungsmuster ist unharmonisch, eckig, angespannt, dicht am Rumpf und auf sich selbst gerichtet. Die Therapie versucht den Rückweg zu ermöglichen: Autoaggressivität - Aggressivität - Wut - Ärger - Trauer - Verletzung - Bedürfnis. Ein wichtiger Auslöser für Trauer ist der Verlust von emotional wichtigen Personen. Das kann ein großes Anpassungsproblem für den behinderten Menschen sein. Und wie ist es für die MitarbeiterInnen, wenn ein Mensch mit Behinderung stirbt, den sie lange Zeit liebevoll betreut haben? Ist in der Arbeit und im Umgang mit den anderen behinderten Menschen genug Raum und Zeit für die Gefühle vorhanden, die mit diesem Verlust verbunden sind? |
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Arbeitsbelastung
Am Ende der Ausbildung stellt sich die Frage, ob die TeilnehmerInnen gelernt haben auch auf gesunde Weise mit sich selbst umzugehen. Wie gehen sie mit ihrer Arbeitsbelastung um? Auf welche Weise können sie zur Verbesserung ihrer Arbeitssituation beitragen? Wie können sie Einfluss nehmen auf belastende Strukturen und Mechanismen in ihrer Einrichtung? Die Ausbildung wird in diesem Seminar mit der Prüfung abgeschlossen. |
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Supervision
Im ersten Jahr der selbständigen Praxis nach der Ausbildung tauchen erfahrungsgemäß immer wieder Fragen auf. Diese werden im Seminar besprochen und verschiedene Übungen werden aufgefrischt und vertieft. |